Solarkollektoren

Das Prinzip von Solarkollektoren ist vergleichbar mit Wasser, das sich in einem Schlauch befindet. Durch ausreichend Sonneneinstrahlung wird es erwärmt. Solarkollektoren wandeln die Einstrahlung der Sonne ebenfalls in Wärme um und geben diese weiter. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Solarkollektoren. Es gibt den Flachkollektor, den Röhrenkollektor und den Luftkollektor.

Die drei unterschiedlichen Solarkollektoren

Kollektor-Art Eigenschaften
Flachkollektor Dieser Kollektor ist, der am häufigsten verwendete. Er besteht aus dem sogenannten Absorber, einer schwarzen Platte. Der Flachkollektor ist entweder aus Aluminium oder Kupfer gefertigt und nimmt die Sonneneinstrahlung auf, um sie dann in Wärme umzuwandeln. Dabei strömt ein Wassergemisch durch Kanäle oder Rohre und transportiert die Wärme. Der Absorber ist in ein Gehäuse integriert, damit keine Wärme verloren geht. Er wird sowohl für die Warmwasserbereitung als auch für die Heizungsunterstützung eingesetzt.
Röhrenkollektor Der Röhrenkollektor (oder auch: Vakuum Röhrenkollektor) ist grundsätzlich ähnlich aufgebaut wie der Flachkollektor, verfügt jedoch über eine zusätzliche Eigenschaft. Während sich beim Flachkollektor im Wassergemisch ein wenig Luft befindet, wird diese im Röhrenkollektor entfernt. Das führt zu einem Effekt ähnlich dem einer Thermoskanne. Die Folge ist, dass weniger Wärme verlorengeht. Wenn es zwischen dem Absorber und der Umgebungstemperatur zu großen Unterschieden kommt, zeigt sich, dass der Röhrenkollektor einen besseren Wirkungsgrad hat, als der Flachkollektor. Preislich betrachtet ist diese Art des Kollektors ungünstiger, als der verwandte Flachkollektor. Er kommt hauptsächlich für die Heizungsunterstützung und für Prozesswärmeerzeugung infrage.
Luftkollektor Anders als bei den anderen beiden Kollektoren nutzt der Luftkollektor keine Flüssigkeit, um Wärme zu erzeugen. Er holt sich diese aus der Luft. Die Vorteile sind praktischer Natur. So gibt es im Winter keinerlei Probleme mit dem Einfrieren der Flüssigkeit. Darüber hinaus stellt Rost keine Schwierigkeit dar. Der Luftkollektor ist auch deshalb beliebt, weil der Anschaffungspreis verhältnismäßig günstig ist. Er wird verwendet in Verbindung mit Luftheizungssystemen, Schwimmbädern oder Lagerhallen. Luftkollektoren haben aber auch einen entscheidenden Nachteil. Luft kann Wärme nicht so effektiv transportieren, wie das eine Flüssigkeit kann. Um die Luft in Bewegung zu halten, sind zudem Ventilatoren nötig. Deren Betrieb kostet Strom. Die Betriebskosten für Luftkollektoren sind also höher als bei Flach- und Röhrenkollektoren.
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