Infrarotkamera

Eine Infrarotkamera wird auch Wärmebildkamera oder Thermografiekamera genannt. Sie liefert ebenso Bilder wie die herkömmlichen Digitalkameras. Anders als diese empfängt die Infrarotkamera jedoch Infrarotstrahlung. Diese Strahlung macht die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung eines Gegenstandes oder Körpers sichtbar.

Funktionsweise einer Infrarotkamera

Das Verfahren zur Bilderzeugung bei einer Infrarotkamera nennt man Thermographie. Dabei werden die unterschiedlichen Temperaturen auf einer Oberfläche gemessen und als ein Bild dargestellt. Die Messung erfolgt, ohne dass der zu messende Gegenstand berührt werden muss. So gelingen bei einer Infrarotkamera auch Messungen über größere Distanz. Diese so genannte passive Messung wird ergänzt durch die aktive Messung. Dabei werden zusätzlich Infrarotstrahler eingesetzt.

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Bilddarstellung bei einer Infrarotkamera

Eine Infrarotkamera liefert nach der Messung ein Bild in Graustufen. Gute Modelle schaffen dabei bis zu 256 Abstufungen. Das menschliche Auge kann jedoch Farbunterschiede besser differenzieren als Unterschiede in der Helligkeit. Deshalb ist es üblich, die von einer Infrarotkamera erzeugten Bilder nach vorgegebenen Farbpaletten einzufärben (so genannte Falschfarbenmethode). Der hellste Teil des Bildes, der die höchste Temperatur anzeigt, wird dabei weiß dargestellt. Die dunklen, also kälteren Partien des gemessenen Objektes, werden in Blautönen wiedergegeben. Zwischenabstufungen erfolgen in Gelb und Rot. Für Nutzer herkömmlicher Kameras ist es zunächst gewöhnungsbedürftig, dass sich die Bildauflösung einer Infrarotkamera nur im niedrigen Pixel-Bereich bewegt (bis zu 640 x 480 Pixel).

Anwendungsgebiete der Infrarotkamera

Im rein privaten Bereich finden Infrarotkameras nur wenig Verwendung. In Gewerbe und Industrie gibt es verschiedene Einsatzbereiche:

  1. Architekten und Bauleiter nutzen das Thermographieverfahren zur Prüfung der Wärmedämmung und Energieeffizienz sowie zum Aufspüren von Feuchtigkeit und Kältebrücken.
  2. Feuerwehren helfen Infrarotkameras bei der Suche nach Glutherden und dem Auffinden von Personen und Tieren bei schwer zugänglichen Brandherden.
  3. Für Klimaforscher gewinnen Infrarotkameras bei der Messung der Oberflächentemperatur der Erde und der Weltmeere zunehmend an Bedeutung
  4. Mediziner lokalisieren mittels der Infrarotmessung Entzündungen im menschlichen Körper.
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Einschränkungen der Infrarotkamera

Eine Infrarotkamera ist vornehmlich auf die Messung ruhender Objekte eingestellt. Die Erfassung von Bewegungsabläufen ist nur bedingt möglich. Technisch hochwertige Thermographiekameras vermögen inzwischen bis zu 1000 Bilder pro Sekunde zu erfassen.

Preise einer Infrarotkamera

Einfache Modelle für die Baubranche sind bereits ab 2.500 Euro erhältlich. Feuerwehren teilen sich oft die Anschaffung einer Kamera, die aufgrund der speziellen Anforderungen an die Hitzebeständigkeit im Einsatz zwischen 5.000 und 10.000 Euro kosten kann.

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