Internetauftritt

Der Abmahn-Wildwuchs ernährt mittlerweile einen gar nicht so kleinen Teil der heimischen Rechtsanwaltskanzleien. Egal ob Sie sich guten Glaubens ein paar Bilder für Ihren Internetauftritt heruntergeladen haben oder schnell mal einen Absatz von einer anderen Webseite für Ihre eigene Homepage abgekupfert haben – beides kann Ihnen schnell einen Brief mit beigelegtem Zahlschein bescheren.
Dass das Internet schon lange kein anonymer rechtsfreier Raum mehr ist, hat sich mittlerweile ja schon herumgesprochen. Ein relativ neues – und teilweise äußerst unangenehmes – Phänomen ist der verstärkte Einsatz sogenannter Abmahn-Vereine und Kanzleien. Diese haben sich ausschließlich darauf spezialisiert, mittels spezieller Software weltweit (!) Ihren Internetauftritt nach Ungesetzlichkeiten zu durchsuchen. Werden sie fündig, gibt es eine so genannte „Abmahnung“ samt „Unterlassungserklärung“ (meistens verbunden mit Kosten, die nur mit viel Glück nicht vierstellig werden). Dass in den meisten Fällen nicht kriminelle Energie, sondern schlichtweg Unwissen über die oft sehr komplexen Rechtslagen die Ursache sind, interessiert am allerwenigsten die – solcherart blendend verdienende – Abmahn-Branche.

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Vorsicht beim Internetauftritt ist besser als Nachzahlen

Da das Abmahnrecht bedauerlicherweise immer häufiger dazu missbraucht wird, um gegen unliebsame Konkurrenten vorzugehen, ist – vor allem bei Business-Seiten – doppelte Vorsicht geboten! Hier informieren wir Sie über die wichtigsten rechtlichen Grundregeln, die Sie bei Ihrem Internetauftritt beachten sollten:

  • Fügen Sie grundsätzlich eine rechtskonforme „Impressum“-Seite in Ihre Homepage ein.
  • Stellen Sie immer Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) – gut lesbar – auf die Seite.
  • Formulieren und platzieren Sie eine allgemein klar verständliche Widerrufsbelehrung.
  • Versichern Sie sich, eher einmal zu oft als einmal zu wenig, ob Text und Bildmaterial in Ihrem Internetauftritt kein Urheberrecht verletzen. (Glauben Sie nicht, dass man sich in den USA nicht für deutsche Homepages interessiert!)
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Frei verfügbare Quellen für den Internetauftritt

Wirklich „wasserdicht“ sind nur solche Motive und Texte, die ausdrücklich als „gemeinfrei“ gekennzeichnet sind, da ihre Schutzfrist 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers abgelaufen ist. Weiterhin frei sind Werke mit der „GNU-Lizenz für freie Dokumentation“ samt den dabei geltenden, minimalen Einschränkungen. Völlig frei sind natürlich alle Bilder und Texte, die Sie selbst hergestellt haben.