Wer regelmäßig Firmenfeiern, Kundenevents oder größere Veranstaltungen organisiert, benötigt oft eine wettergeschützte Fläche. Auch Restaurants und Cafés können mit einer Überdachung ihre Außenplätze bei Regen nutzen. Doch wann lohnt es sich, ein eigenes Eventzelt zu kaufen, statt es für jeden Einsatz zu mieten? Entscheidend sind vor allem die Häufigkeit der Nutzung, die Kosten und die Bedingungen am geplanten Standort.
Kurzfassung:
- Ein eigenes Eventzelt kann sich für Unternehmen, Veranstalter und Gastronomiebetriebe mit regelmäßigem Bedarf lohnen.
- Neben dem Kaufpreis sollten auch die Kosten für Aufbau, Reinigung und Lagerung berücksichtigt werden.
- Die benötigte Zeltgröße hängt von der Gästezahl und der geplanten Nutzung ab.
- Vor dem Kauf müssen Untergrund, Befestigungsmöglichkeiten und technische Anforderungen geprüft werden.
Eventzelt kaufen oder mieten: Was ist sinnvoller?
Für ein jährliches Sommerfest ist die Miete meist sinnvoller. Das Unternehmen benötigt keine eigene Lagerfläche und kann Transport sowie Montage direkt beim Vermieter beauftragen. Nach der Veranstaltung wird das Zelt wieder abgeholt.
Wer dagegen mehrmals im Jahr Veranstaltungen organisiert, kann durch den Kauf langfristig Mietkosten sparen. Das eigene Zelt steht für verschiedene Termine zur Verfügung und muss nicht jedes Mal neu gebucht werden. Dafür kümmert sich der Eigentümer selbst um die Lagerung, Pflege und den fachgerechten Aufbau oder beauftragt einen Dienstleister damit.
Für Restaurants und Cafés kann sich eine Anschaffung ebenfalls lohnen. Mit einer überdachten Terrasse lassen sich Außenplätze auch an Regentagen nutzen. Wie viel zusätzliche Einnahmen dadurch entstehen, hängt von der Anzahl der Sitzplätze und ihrer tatsächlichen Auslastung ab.
Ab wann lohnt sich der Kauf eines Eventzelts?
Ob sich der Kauf eines Eventzelts lohnt, hängt vor allem davon ab, wie häufig es genutzt wird. Wer mehrmals im Jahr Veranstaltungen organisiert, zahlt bei jeder Miete erneut für die Bereitstellung des Zelts. Mit einem eigenen Zelt entfallen diese Mietgebühren, dafür entstehen einmalige Anschaffungskosten und laufende Ausgaben.
Um beide Varianten zu vergleichen, sollten Unternehmen ihre geplanten Veranstaltungen der nächsten Jahre betrachten. Dabei zählen nicht nur die Miet- und Kaufpreise, sondern auch die Kosten für Transport, Aufbau, Reinigung und Lagerung. Wer das Zelt an wechselnden Standorten einsetzt, muss außerdem berücksichtigen, dass die Montage je nach Untergrund unterschiedlich aufwendig sein kann.
Je häufiger das eigene Zelt genutzt wird, desto stärker verteilen sich die Anschaffungskosten auf die einzelnen Einsätze. Bei wenigen Veranstaltungen pro Jahr kann die Miete dagegen wirtschaftlicher bleiben, da weder Lagerfläche noch eigene Wartung organisiert werden müssen.
Wie groß muss ein Eventzelt sein?
Die passende Zeltgröße hängt nicht nur von der Anzahl der Gäste ab. Bei einer Firmenfeier mit 100 Personen wird beispielsweise mehr Platz benötigt, wenn alle Gäste an Tischen sitzen. Auch ein Buffet, eine Bühne, eine Bar oder eine Tanzfläche nehmen zusätzliche Fläche ein. Dazu kommen Laufwege sowie vorgeschriebene Flucht- und Rettungswege.
Bei Stretchzelten muss außerdem genügend Platz für die Abspannungen vorhanden sein. Diese liegen teilweise außerhalb der überdachten Fläche. Ein Grundstück mit 200 Quadratmetern bietet deshalb nicht automatisch ausreichend Platz für ein Zelt derselben Größe. Vor dem Kauf sollte feststehen, welche Bereiche überdacht werden sollen und wo sich das Zelt sicher befestigen lässt.
Stretchzelt als Eventzelt: Worauf kommt es beim Kauf an?
Stretchzelte unterscheiden sich von klassischen Festzelten durch ihre gespannte Membran. Die Form des Zelts wird durch Stützen und Abspannungen bestimmt. Je nach Aufbau können einzelne Seiten offen bleiben oder abgesenkt werden. Das ist beispielsweise bei Firmenveranstaltungen oder auf Restaurantterrassen interessant, wenn bestimmte Bereiche offen bleiben sollen.
Wer ein Eventzelt kaufen möchte, sollte sich vorab über verfügbare Zeltgrößen, Maßanfertigungen und Befestigungsmöglichkeiten informieren. Bei der Auswahl lohnt es sich, auf den Aufbau der Membranen zu achten. Beispielsweise kommen 4-Schicht-Membranen mit einem Materialgewicht von 800 g/m² zum Einsatz. Welche Konstruktion geeignet ist, hängt von der geplanten Nutzung und den Befestigungsmöglichkeiten am Standort ab.
Neben dem Material sollten Käufer auf technische Nachweise achten. Wichtig sind unter anderem Angaben zum Brandschutz, zur Wasserbeständigkeit und zu zulässigen Windbelastungen. Bei größeren öffentlichen Veranstaltungen können zusätzliche Genehmigungen und Prüfunterlagen erforderlich sein.
Warum sollte der Standort vor dem Kauf geprüft werden?
Ob ein Stretchzelt wie geplant aufgebaut werden kann, hängt stark vom Untergrund ab. Auf einer Rasenfläche bestehen andere Befestigungsmöglichkeiten als auf einer gepflasterten Terrasse. In Innenhöfen oder direkt neben Gebäuden können außerdem Fundamente, oder fehlende Verankerungspunkte den Aufbau erschweren.
Deshalb sollte bei größeren Projekten vor dem Kauf eine Prüfung des Standorts erfolgen. Dabei wird geklärt, ob Befestigungen im Boden, Erdhülsen oder geeignete Anschlagpunkte an Gebäuden genutzt werden können. Bei Maßanfertigungen sollten Ingenieure unter anderem die Position der Stützen und die erforderlichen Abspannungen berechnen.
Reichen die vorhandenen Befestigungsmöglichkeiten nicht aus, muss die Planung angepasst werden. Manchmal ist ein kleineres Zelt erforderlich oder ein anderer Standort auf dem Grundstück besser geeignet. Durch die Prüfung lässt sich bereits vor der Bestellung feststellen, welche Konstruktion sicher aufgebaut werden kann.
Welche Aufgaben entstehen nach dem Kauf?
Ein eigenes Eventzelt muss vor jedem Einsatz auf Schäden geprüft und entsprechend den technischen Vorgaben aufgebaut werden. Während der Nutzung ist besonders auf die Spannung der Membran zu achten. Bei Regen muss das Wasser ablaufen können, damit sich keine Wassersäcke bilden.
Für die fachgerechte Montage empfiehlt es sich, erfahrene Monteure und einen zertifizierten Richtmeister einzubeziehen. Beim Kauf sollte außerdem geklärt werden, ob der Anbieter eine Aufbauschulung anbietet. Dabei sollten unter anderem das Nachspannen der Membranen und der Umgang mit wetterbedingten Belastungen erklärt werden.
Nach einer Veranstaltung sollten alle Bestandteile auf Beschädigungen und Verschmutzungen geprüft werden. Vor der Einlagerung muss die Membran gereinigt und vollständig getrocknet sein. Wer diese Arbeiten nicht selbst übernehmen möchte, kann einen Dienstleister mit dem saisonalen Abbau, der Reinigung, Lagerung und dem Wiederaufbau beauftragen.
Fazit: Wann lohnt es sich, ein Eventzelt zu kaufen?
Ein eigenes Eventzelt kann sich für Unternehmen, Veranstalter und Gastronomiebetriebe lohnen, die regelmäßig überdachte Flächen benötigen. Wer dagegen nur einmal im Jahr eine Veranstaltung plant, fährt mit einer Miete häufig besser.
Vor dem Kauf sollten die Kosten über mehrere Jahre verglichen und die benötigte Zeltgröße festgelegt werden. Ebenso wichtig ist die Prüfung des Standorts, damit das Zelt sicher befestigt werden kann. So kann beurteilt werden, ob eine Anschaffung gegenüber der Miete wirtschaftlich sinnvoll ist.





